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Santa María – der gewaltigste Vulkan Guatemalas

Santa María – der gewaltigste Vulkan Guatemalas

Der Vulkan Santa María, der aktivste und gefährlichste Guatemalas, ist gleichzeitig einer der schönsten. Der Aufstieg und die Aussicht sind atemberaubend.

(Foto: „santiaguito santa maria“, Walter Rodriguez / CC BY-SA 2.0, bearbeitet)

1902 war das Jahr der Vulkanausbrüche: Vor zwei riesigen Eruptionen in der Karibik, genauer gesagt auf den vulkanischen Inseln Martinique und St. Vincent, war der Ausbruch des Santa María in Guatemala der stärkste und mit einer gemessenen Stärke von 6 auf dem Vulkanexplosivitätsindex (VEI) sogar der zweit-heftigste im 20. Jahrhundert. Die Katastrophe zerstörte an 19 Tagen im Herbst dieses Jahres einen großen Teil des Südwestens Guatemalas. Danach war er noch etwa zehn Jahre im selben Krater aktiv, bevor eine kurze Ruhephase begann.

Seit 1922 ist der 3772 Meter hohe Vulkan Santa María wieder mehr oder weniger ständig aktiv. Es bildete sich allerdings ein Nebenkrater namens Santiaguito, der stets seine staubigen Wolken ausstößt. Von der Spitze des Santa María aus gesehen ist dies ein wahres Naturschauspiel, das man mit den gleichzeitig stattfindenden lauten Explosionsgeräuschen nicht verpassen sollte, wenn man ein paar Tage in Quetzaltenango (auch Xela genannt) verbringt.

Trotz seiner Aktivität ist es normalerweise eher ungefährlich, den Hauptkrater des Santa María zu besteigen. Der zwar steile und anstrengende Weg bergauf ist jedoch für beinahe alle halbwegs fitten Menschen meisterbar, belohnt wird man mit einer beeindruckenden Aussicht über den Wolken. Wenn man einen klaren Tag erwischt, kann man sogar bis zum höchsten Berg Zentralamerikas sehen, den Tajumulco, den man übrigens auch sehr gut auf einem Tagesausflug von Xela aus erklimmen kann.

Da auch heute wieder etliche Menschen an den Füßen des Santiaguito und des Santa María leben (übersetzt übrigens Heiliger Jakob und Heilige Maria), stehen die deswegen so genannten Decade-Vulkane unter ständiger Beobachtung, um so die Bevölkerung möglichst früh warnen zu können, sollte ein neuer, größerer Ausbruch drohen.


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