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Asado in Argentinien – Grillen als Großveranstaltung

In Argentinien wird das Asado großgeschrieben. Zumeist sonntags trifft man sich zu einer groß angelegten Parrillada.

Dabei kommt es eigentlich nicht besonders darauf an, welches Fleisch man auf den Rost über dem offenen Feuer legt, Hauptsache es gibt viel davon. Und vor allem lange und langsam muss es gehen: Es wird immer wieder nachgelegt, sodass das Barbecue gerne auch einige Stunden dauern kann. Das Fleisch selbst darf auch ruhig langsam gar werden – es ist keine Seltenheit, dass die Stücke mehrere Stunden auf einem oberen Rost liegen und sich der Geschmack gemächlich entfaltet. Der Freundeskreis und / oder die Großfamilie kommen zusammen, um gemeinsam das argentinische Steak, die herzhaften Würste und Innereien und die leckeren Salat- und Kartoffelbeilagen zu zelebrieren.

Asado Argentino

Foto: „Asado #2“, Juan Pablo Olmo / CC BY 2.0, bearbeitet

Die üblichen Fleischsorten im zentralen Argentinien stammen hauptsächlich vom Rind. Beispiele sind das sehr zarte Lomo (Lende), das Bife de Chorizo (Rumpsteak), die Tira de Asado (Rippchen, auch Costilla, Falda) oder der Matambre (Kalbsbauch, auch vom Schwein) sehr beliebt. Neben den Fleischstücken wirft man auch gerne Würste wie die mit schwarfer Paprika gewürzte Chorizo oder die Blutwurst Morcilla auf den Grill. Für Hartgesottene sind Innereien (Riñón = Niere, Molleja = Kaumagen) und Gedärme (Chinchulines) eine besondere Köstlichkeit.

Gegrillt wird mit Holzkohle, meistens auf einem eigens dafür konstruierten Parilla, ein Gebilde aus Beton, Natur-, Klinker- oder Ziegelsteinen, Stahl (für den Kamin) und Rost. Während sich nach eingespielter Rollenverteilung die Männer um das Grillgut kümmern, bereiten die Frauen Salate, Dips und Folienkartoffeln vor, die man als Beilage zum Fleisch auftischen kann. Ein beliebter Fleisch-Dip ist das Chimichurri, das bei keinem typisch argentinischen Asado-Fest fehlen darf.

Grillen mit Holz(kohle)

Foto: „Asado“, Patrick McFall / CC BY-SA 2.0, bearbeitet

Ursprünglich wurde eigentlich ein ganzes Tier (oder zumindest ein Großteil davon) auf ein Eisenkreuz gespannt und über dem offenen Feuer am Boden langsam gegart – nach Art der Gauchos (Asado con Cuero = Grillen mit Haut / Fell). Im Süden des Landes, vor allem in Patagonien, wird das noch des Öfteren auf Estancias praktiziert. Hier auf dem Land gilt das Lammfleisch als besondere Spezialität, zu dem auch oft Kartoffeln und Kürbisse (auch als Püree) gereicht werden.

Ganzes Tier grillen

Foto: „Asado“, Beatrice Murch / CC BY 2.0, bearbeitet

Getrunken wird zum Asado entweder ein starker, argentinischer Rotwein (Malbec ist zu empfehlen) oder ein helles, kühles Bier, beispielsweise das weit verbreitete Quilmes.

Auch in Uruguay wird das sonntägliche Grillfest ähnlich praktiziert, beispielweise auf dem Mercado del Puerto in Montevideo.


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