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„Matar a un Hombre“ – Chilenischer Filmfest-Film

Matar a un Hombre – To Kill a ManDer chilenische Film „Matar a un Hombre“ von Alejandro Fernández Almendras ist mit seiner subtilen Handlung und aus visueller Betrachtung ein bemerkenswerter Film.

Jorge lebt mit seiner Frau und seinen jugendlichen Kindern in einem kleinen Vorort von Santiago de Chile, in dem es eigentlich immer recht ruhig zugeht – bis zu jenem Tag, an dem sich einige miese Typen in der Gegend niederlassen und die Bewohner des Ortes immer wieder malträtieren. Ein besonders anfälliges Opfer haben sie in Jorge gefunden, den sie auf dem Weg zum Einkaufen immer wieder provozieren.

Daniel Candia – Chilenischer SchauspielerEines Tages versucht der 16-jährige Sohn Jorges seinem Vater zu helfen und die Fieslinge zur Rede zu stellen. Doch dabei passiert ein Unglück und die Feindschaft nimmt eine neue Ebene an. Ab sofort wird die ganze Familie tagtäglich durch das Verhalten der Miesetäter terrorisiert – selbst vor körperlichen Gewalttaten machen sie nicht halt.

Matar a un HombreDa selbst etliche Versuche, die Gangster durch die Hilfe der Polizei und der Staatsanwaltschaft zur Strecke zu bringen und sogar ein zweijähriger Gefängnisaufenthalt des Anführers der Gruppe nicht helfen, die Situation zu verbessern, nimmt Jorge die Lage am Ende selbst in die Hand. Und wer sich den Titel des Filmes und die Bilder ansieht, weiß, in welche Richtung dies geschieht.

Film aus Chile – Matar a un HombreDie subtile Darstellung des Jorge von Daniel Candia, der eine herausragende Leistung zeigt, lässt den Zuschauer die Mobbing-Situation regelrecht mitfühlen. Man entwickelt selbst einen Hass gegen den Bösewicht und kann Jorge fast nicht verübeln, nachdem ihm die Hilfe durch zu viel Bürokratie seitens des Staates verwehrt wurde, diesen finalen Schritt zu gehen. Die Lage bauscht sich immer weiter auf, sodass selbst die Familie vor der Zerreißprobe steht und Jorge keinen Ausweg mehr sieht. Man erkennt aber auch, dass er mit sich hadert, dass er mehr oder weniger zu diesem Schritt gezwungen wurde. Dadurch entsteht beim Filmbesucher auch eine zwiespältige Sichtweise auf das Thema und erwischt sich bei einerseits furchtbaren, andererseits sehr menschlichen Gedanken. Das Ende des Films kommt sehr aprupt, lässt einen aber die Angelegenheit noch einmal durchdenken und ist daher gut gewählt. Dennoch kann man aus diesem Film nicht zufrieden herausgehen, die Gedankenspiele gehen auch danach weiter. Und genau deswegen hat „Matar a un hombre“ auch ein wertvolles Prädikat verdient – der Film ist durchweg kontrovers.

Matar a un Hombre – Daniel CandiaWas ihn aber vor allem stilistisch hervorhebt, ist die Inszenierung der Natur und der Struktur des Vorortes. Wer selbst schon einmal in solchen Gegenden unterwegs war, dem kommt dieses Gefühl in der Anfangsszene, als Jorge das erste Mal der Gruppe begegnet, sehr bekannt vor. Eine dauerhafte, mitschwingende Angst etabliert sich innerlich an solchen Orten. Gegenteilig dazu ist die Darstellung der Natur. Hier fühlt man sich wohl und geborgen, die Ruhe und Schönheit des Natürlichen lässt alles andere vergessen. Besonders die Leistung des Kameramannes ist zu erwähnen – gerade Linien, tolle Ausschnitte, interessante Bilder – die Spielorte eines solchen Films mit einer derart geradlinigen Handlung kann man wohl kaum schöner einfangen.


Schön, dass ihr hier seid! Ich bin Stephan und schreibe hier über meine Leidenschaft. Mit mir könnt ihr Lateinamerika erleben, lesen und lieben lernen! Ich würde mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Pinterest folgen wollt.

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