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Klima

Beste Reisezeit für Peru – Klima und Temperaturen

Beste Reisezeit für Peru – Klima, Wetter und Temperaturen

„Das Klima in Lima ist prima“

So lautet ein bekannter Satz, den wohl jeder Peru-Reisende vor dem Abflug von Freunden oder Bekannten schon einmal gehört hat. Ob die Aussage an sich eher als Scherz gedacht ist, oder sie tatsächlich zutrifft, finden wir in der Wetter-Analyse für das Andenland Peru heraus. Besonders beobachten wir dabei die drei verschiedenen Zonen Perus: die Küsten- und Wüstenregionen (in der Grafik am Beispiel von Lima), das andine Bergland (Cusco) und das tropische Amazonas-Gebiet (Iquitos).

Huascarán - Höchster Berg Perus

Prächtiger blauer Himmel über den Anden im Mai

Der peruanische Winter

Mai bis September

In den Monaten Mai, Juni, Juli, August und September, die bei uns in Europa als die warmen Monate bekannt sind, ist auf der Südhalbkugel und somit auch in Peru Winterzeit. Doch nur in den höchsten Andenlagen ist im peruanischen Winter auch mit Schneesicherheit zu rechnen – zumindest auf dem Boden. Von oben dagegen kommen nur wenige neue Niederschläge, das heißt in den hohen Anden fällt kaum Schnee sowie im Tiefland nur wenig Regen. Meistens scheint die Sonne, was natürlich für Trekking-Touren in den Bergen und Dschungel-Entdeckungen im Amazonas ideal ist. Klar kann es mal hin und wieder den ein oder anderen kurzen Schauer geben; der hält aber meist nur kurz an und die Wolken verziehen sich schnell wieder. In den Anden kann es im Winter vor allem nachts sehr kühl werden – je nach Höhe wird manchmal auch an dem Gefrierpunkt gekratzt. Also die warmen Pullis auf keinen Fall zu Hause vergessen!

In der Hauptstadt Lima und den anschließenden Küstenstreifen nahe der Metropolregion herrscht in dieser Zeit allerdings sehr hartnäckiger Küstennebel. Dieser wird verursacht durch den kalten Humboldtstrom im Pazifik, der in nördlicher Richtung die südamerikanische Küste entlang fließt und die Luft abkühlen lässt, wodurch die Feuchtigkeit in der Luft stark kondensiert und der zähe Nebel entsteht. Die Temperaturen erreichen dann selten mehr als 15 Grad.

Lima – Drittgrößte Stadt Südamerikas

Hochnebel über Lima im Juli

Der Sommer in Peru

November bis März

Im peruanischen Sommer, der sich etwa von November bis März erstreckt (also in der typischen Winterzeit Europas, wieder genau umgekehrt), wird es auch an der Küste und in Lima sommerlich heiß. Wer also vor allem am Pazifik Badeurlaub machen möchte, sollte sich diese Monate für eine Reise vormerken. Auch in den trockenen Wüstenregionen, wo viele Ruinen aus der Prä-Inka-Zeit zu finden sind, strahlt dann täglich die Sonne aus einem nahezu durchgehend blauen Himmel.

Im Hochland dagegen regnet es sehr viel, wodurch die Vegetation üppiger wird, was aber auch Wanderungen erheblich erschwert. Im Februar ist oft der Inka-Trail gesperrt, da durch die vielen Regenfälle die traditionell viel begangene Route wegen Matsch und Überflutungen beinahe unpassierbar ist. Auch der Amazonas-Regenwald macht in dieser Zeit durch kräftige Regenfälle seinem Namen ganze Ehre. Die Sonne zeigt sich dennoch fast täglich für kürzer oder länger, das Wetter ist während der Regenzeit jeden Tag allerdings sehr wechselhaft und oft unvorhersehbar.

Häuser auf Stelzen in Iquitos

Kurz nach heftigen Regenfällen in Iquitos im März

Die Übergangsmonate

April und Oktober

Die beiden Monate sind ähnlich wie bei uns Übergangsmonate und somit schlichtweg schlecht einschätzbar. Im April kann es in Lima noch tropisch heiß und sonnig sein oder bereits neblig und kühl. Auch in in den Bergen und im Urwald kann es noch kräftige Regenschauer geben oder schon sonnig und trocken sein. Im Oktober kann es sich dementsprechend genau umgekehrt verhalten.

Plaza de Armas in Cusco

Gewitter über Cusco im April

Fazit und Empfehlung

Da die meisten Touristen sich vor allem in der Sierra (Gebirge) und der Selva (Dschungel) und eher weniger an der Costa (Küste) aufhalten, da vor allem die berühmten Inka-Ruinen in den Anden zu finden sind und der Regenwald in Europa kein näheres Pendant hat sowie die peruanische Küste eher rau und bis auf wenige Ausnahmen eher weniger zum Baden geeignet ist, ist die Hochsaison in Peru zwischen Juni und August. Denn hier kann man meist sichergehen, dass der Himmel blau und die Kleidung trocken bleibt. Die Preise steigen während dieser Zeit dagegen leicht, dennoch ist es empfehlenswert, in diesen Monaten eine Rundreise durch Peru zu machen.

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