• facebook
  • google
  • pinterest
  • twitter
  • rss
Typische peruanische Getränke – Pisco, Chicha, Kola und Mate

Typische peruanische Getränke – Pisco, Chicha, Kola und Mate

In Peru gibt es eine Anzahl von Getränken, von denen man zu Hause noch nie gehört hat. Pisco Sour, Chicha Morada und Mate de Coca sind nur ein paar Beispiele.

(Foto: „Drinking Chicha at Chicha Bar – Peru Sacred Valley“ von David Berkowitz / CC BY-SA 2.0, bearbeitet)

Drinks aus Peru

Pisco Sour

Der Pisco Sour gilt als das peruanische Nationalgetränk. Hauptzutat ist der Weinbrand Pisco, der vor allem in den Andenländern Chile und Peru hergestellt wird. Die Chilenen und die Peruaner streiten sich bisweilen, wer den Pisco Sour als erster gemixt hat, es gibt also eine kleine Rivalität bezüglich dieses kulturellen Guts. Die weiteren Zutaten des Pisco Sours sind neben dem Schnaps auch frischer Limettensaft, Zuckersirup und ein frisches Eiklar. Wie man ihn am besten mixt, liest man am besten im Original-Pisco-Sour-Rezept im Latin-Mag nach.

Pisco Sour – Nationalgetränk aus Peru

Foto: Latin-Mag

Chicha Morada

Die alkoholfreie Chicha Morada wird aus violettem Mais (Lila- oder Purpur-Mais genannt) hergestellt, der vorwiegend in den Höhenlagen der Anden wächst. Traditionell wird der Mais in Wasser mit verschiedenen Fruchtschalen und Gewürzen gemischt und gekocht, bis die Flüssigkeit eine dunkellila Farbe erhält. Sie wird abgesiebt, mit Zitronensaft und Zucker verfeinert und am Ende kalt und mit kleinen Apfelstücken serviert. Es gibt auch eine alkoholische Variante, die Chicha, die durch Kauen von Maisfladen hergestellt wird. Die Vermischung mit Speichel lässt eine Fermentation in Zucker und dann zu Alkohol beginnen, wodurch das ein- bis sechsprozentige „Spuckebier“ entsteht.

Peruanische Chicha Morada

Foto: „Peru – Cusco Activities 68 -Chicha Morada“, McKay Savage / CC BY 2.0, bearbeitet

Mate de Coca

Der Coca-Tee, oft auch Mate de Coca genannt, hat nichts zu tun mit dem Mate-Tee, den man in Argentinien, Uruguay oder Brasilien bekommt. Er wird aber ebenfalls durch das Aufgießen getrockneter Coca-Blätter zubereitet und hat eine leicht stimulierende Wirkung. Aus derselben Pflanze wird Kokain hergestellt, daher auch der Name der Droge. Allerdings ist die Konzentration des Alkaloid-Stoffes im heißen Coca-Wasser sehr gering, weswegen die Wirkung nur mit dem Konsum von Kaffee (Koffein) oder Tee (Tein) zu vergleichen ist. Besonders wirkungsvoll ist das Trinken von Coca-Tee zur Vorbeugung von Kopfschmerzen, die als Symptome der Höhenkrankheit in hoch gelegenen Gebieten der Anden auftreten können.

Mate de Coca / Coca-Tee

Foto: „コカ茶“, frontriver / CC BY 2.0, bearbeitet

Inca Kola

Der gift-gelbe Softdrink wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem britischen Einwanderer in Lima erfunden. Zu einem Großteil besteht das Getränk aus den Bestandteilen der Zitronenverbene, eines Strauchs, der in Peru Hierba Luisa genannt wird. Die Cola erinnert geschmacklich an Kaugummi, hat also mit einer typischen Coca Cola nicht viel gemeinsam. In Peru ist die Inca Kola sogar vor ihrem nordamerikanischen Verwandten der beliebteste Softdrink, weswegen die Coca Cola Company im Jahr 1999 die Hälfte der Anteile seines Konkurrenten aufgekauft hat.

Peruanische Inca Kola

Foto: „Inca Kola“, Christian Haugen / CC BY 2.0, bearbeitet

Cóctel de Algarrobina

Der cremige Cocktail wird ebenfalls mit Pisco hergestellt. Die geschmacksgebende Hauptzutat allerdings ist der Sirup der Hülsenfrucht des Johannisbrotbaums, auch Carob genannt. Der Algarrobina-Sirup wird mit Pisco und Kondensmilch sowie mit einem Schuss Zuckersirup vermischt. Dann werden Eiswürfel und ein komplettes, frisches Ei zugegeben und im Cocktail-Mixer vermischt, bis eine cremig-braune Flüssigkeit mit einer Schaumkrone entsteht. Schmeckt sehr interessant!

Coctél de Algarrobina, Peru

Foto: „Coctel de Algarrobina“, Jorge Alberca / CC BY 2.0, bearbeitet

Hier findet man weitere leckere Cocktails aus Lateinamerika


Schön, dass ihr hier seid! Ich bin Stephan und schreibe hier über meine Leidenschaft. Mit mir könnt ihr Lateinamerika erleben, lesen und lieben lernen! Ich würde mich freuen, wenn ihr mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Pinterest folgen wollt.

1 Antwort

  1. Rafael Lozada · 20. September 2016 Reply

    Die Erklärung des „Spuckebiers“ ist falsch! Dieses Verfahren wird bei der Herstellung von Juka-Bier im Urwald Perus angewendet.
    Die alkoholhaltike Variante des Chicha wird ählich wie bei herkömmlichem Bier mit Hilfe von Hefen fermentiert.

Kommentieren

Werde Fan vom Latin-Mag!schliessen
oeffnen